aktuelle Schäden der Saison 2018 und unerledigte Arbeiten 2018

von Ulf Matzen am 04.03.2019 / in Blog

 

Eigentlich ist jeder Schaden auch eine Chance, also Danke für die Stolpersteine des Lebens, dann bauen eben wir eine Straße draus.

Aktuelle Schäden während der Saison 2018

  • Wantenspanner verbogen
  • Motorschlitten verbogen und Brett gebrochen
  • Mastring Auge abgerissen (in Kulturtasche)
  • Mastkopf-Deckel lose, Sockel Dreifarbenlaterne gebrochen
  • Großbaum Reffumlenkung gebrochen
  • Sprayhood Gurtbänder vernieten
  • Spinnaker Schot durchgescheuert, ersetzen

Noch unerledigte Arbeiten 2018

  • Kajüt-Schott Holzrahmen lose
  • Luken Garage undicht, mit Gaffa Tape provisorisch abgedichtet
  • Echolot/Logge Feuchtigkeit hinter Display
  • Bilgenpumpe Kabel löten und Klemmen anschließen
  • Planar Dieselheizung oder China Kopie
  • Süllkante Heck Alu-Spange o.ä.
  • Motorwartung, Zündkerzen, Getriebeöl, Impeller
  • Rumpf Antigilb und Polieren 
  • Unterwasserschiff Antifouling

Die Ursache für den verbogene Wantenspanner hat besonders nachhaltig gewirkt.

Ich war bei extremer Flut auf der Elbe einmal rund ums Dwarsloch unterwegs und wollte wieder in die Pinnau nach Neuendeich, meinem Vor- und Nachsaison- Tiedenhafen. Da muss ich rechtzeitig maximal 1 Std. nach Hochwasser am roten Mann sein, dem roten Dreibein an der Pinnaumündung. Man sagt wenn der rote Mann nasse Füße hat, kann man frühestens und wenn er noch nasse Füße hat spätestens einlaufen. Von dort aus sind es dann noch ca. 20 min bis zum Hafen.

Diesmal war das Sperrwerk aber wegen Extremen Hochwasser gesperrt und ich entschied mich im Dunkeln in der Nähe der Einfahrt zu ankern. Wie immer im Dunkeln bin ich prinzipiell angeleint und bewege mich auf dem Vorschiff am Strecktau entlang, in der Plicht bin ich einem der beiden festen Augen eingepickt und nach achtern zum Motor hänge ich mich kurz an die flexible Seereling.

Ich muss noch kurz erwähnen, dass gegen Ende der Saison der Motor bei Leerlauf und wenig Gas meistens ausging. Deshalb bin ich zuletzt immer Vollgas gefahren. Ich hatte außerdem oft, so auch an diesem Tag den Vergaser gereinigt, mögliches Wasser im Tank oder Schlauch wäre noch möglich gewesen, aber wie ich jetzt vom örtlichen Motor-Service erfahren habe, mussten die Vergaserdüsendichtungen ausgetauscht werden, das ist jetzt geschehen und so sollte jetzt alles wieder funktionieren.

An diesem Tag im Spätherbst Ende Oktober jedenfalls bin ich gegen 22:00, als die Schleuse endlich öffnete im Stockdunkeln die Pinnau hoch motort und wie zu der Zeit üblich, habe ich kurz vorm Hafen Gas weggenommen in der Annahme, dass der Motor nun ausgehen würde. Um mit letztem Schwung genau in die Box zu treiben.

Leider ging der Motor nicht aus, der klitze kleine Hafen ist fast unbeleuchtet und eine enge Gasse, links Mole, rechts die belegten Boxen. Als ich den Notausknopf am Motor drücken wollte, stellte ich mit erschrecken fest, dass ich am Lifebelt eingepickt weder an den Notaus, noch an den Ganghebel kam. So schob mich der Motor ungebremst in den Hafen und die einzig sichere Option war die durch kleine Schlenker gebremste scharfe Kurve in meine Box, wo ich mit ca. 3-4 Knoten Fahrt mit dem Wantenspanner gegen den Steg knallte. Das hätte ich auch schlechter treffen können.

Fazit,

Motorreperatur nicht bis nach der Saison aufschieben und vor dem Hafen Lifebelt auspicken

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